Tonja mit russischen, Naara mit portugiesischen und Cemal mit türkischen Wurzeln studieren an einer Hochschule Interkulturelle Kommunikation, leben in einer WG und sind ein gutes Team in allen Lebenslagen, weshalb sie nun diesen privaten Blog gegründet haben.
Im Studium lernen sie, wie Menschen verschiedene Kulturen optimal miteinander kommunizieren und können dies auch auf ihre eigenen Lebensbereiche anwenden. Vielleicht haben sie es mit dem Studium sogar leichter, als deutschsprachige Studenten, deren Muttersprache Deutsch ist, da es sie selbst betrifft. Sie haben immer wieder Schwierigkeiten, bestimmte Wörter zu verstehen, sie in einem sinnvollen Zusammenhang zu setzen und sich in der Gesellschaft durchzusetzen und zu integrieren. Denn nach wie vor bestehen viele Vorurteile gegenüber ausländischen Mitbürgern. Aus diesem Grund haben sie auch eine Lerngruppe gegründet, um sich gemeinsam dem Studium zu widmen. Missverständnisse zwischen verschiedenen Kulturen entstehen häufig unter anderem durch Aussprache, Tonfall, Mimik, Gestik und Freundlichkeit, da sich diese in Russland, der Türkei, in Portugal und anderen Ländern teils stark von deutschen Verhaltensformen unterscheiden.
Doch nicht nur für das Studium müssen sie lernen und Hausarbeiten machen, sondern auch ihre WG organisieren. Sie erstellen einen Putzplan, entscheiden sich fürs Streichen der Wände, laden Freunde zu sich ein, veranstalten Partys und versuchen, kleine Streitigkeiten schnell aus dem Weg zu räumen. Denn auch, wenn alle drei einen Migrationshintergrund haben, sind sie dennoch unterschiedlich und müssen sich stets arrangieren, wie es auch in rein deutschen WGs der Fall ist. Doch durch Kommunikation, Multikulti und Verständnis entstehen auch neue und gute Freundschaften, bei denen keiner mehr Wert auf Geschlecht, Herkunft oder sonstige Unterscheidungsmerkmale legt.